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Start des Castings

Die letzten Tage habe ich mir aus verschiedenen Modelsites im Internet einige Models herausgesucht und angeschrieben, die mir als Besetzung der einzelnen Rollen als besonders passend erscheinen. Nach und Nach trudeln jetzt die Antworten ein.

Es ist nicht ganz einfach, daß Konzept in seiner Komplexität einem Außenstehenden klar zu machen. Aber wir arbeiten daran :-))

In jedem Fall macht es einen riesigen Spaß, mit den einzelnen die Rollen zu diskutieren. Tatsächlich arbeitet man da mehr als Regisseur denn als Zeichner.
17.6.06 17:11


Comicsoap

Natürlich habe ich es mir nicht nehmen lassen, von Gracia auch ein paar Zeichnungen zu machen. Allerdings habe ich sie im Gegensatz zu den Zeichnungen von Vanessa bewußt malerischer angelegt. In dem Forum auf meiner HP www.stars2meet.de habe ich sie den Fans dann mal vorgestellt, und sie kamen recht gut an.
Für mich war das ein Test, inwieweit Stilistiken, die eigentlich eher klassisch daherkommen und nichts mit den gehypten Stilen der Manga und Anims zu tun haben, bei einer jugendlichen Zielgruppe ankommen.





Hintergrund dabei ist, daß ich ja immer noch die Manuskripte zu den Cartoons in der Schublade habe, die ich nach Vanessa S. realisieren wollte.
Allerdings war ich mit der Form des fertigen Cartoons nicht wirklich glücklich. Das Format eines Cartoonbandes ist mir zu eindimensional. Das Medium Buch impliziert eine Konsumgewohnheit, die ich eigentlich nicht gemeint hatte. Sieht man die Story als eine lineare Struktur, die vom Anfang bis zum Ende eine zweidimensioale Linie darstellt, hätte ich mir in jedem einzelnen Bild noch mal eine dritte Dimension gewünscht, die in die Tiefe verweist. Jede Zeichnung hatte ja eigentlich eine Geschichte, wie und warum sie so entstanden ist, wie sie entstand. Und dieser Entstehungsprozess bzw. das Spiel mit den einzelnen Elementen, mit den verschiedenen Realitätsebenen, die zum Endresultat verschmolzen, war es eigentlich, um den es mir ging. Die Story war eigentlich nur der Faden, an dem ich diese Perlen zusammengefädelt habe.
Das Endresultat hat aber diese Prioritäten verschoben. Die Story schob sich in ihrer bewußt gewählten Banalität zu sehr in den Vordergrund, während die tatsächlichen Absichten im Fluß der Geschichte untergingen.

Deshalb hatte ich irgendwann beschlossen, die anderen 3 Geschichten, die eigentlich als Trilogie gedacht waren, in einer anderen Form zu realisieren.

Es handelt sich um die Geschichten mit dem Arbeitstitel "Soyana", "Die vier Steine" sowie "Wolfsschatten".

Alle drei Geschichten sind eigentlich klassische Cartoon-Genres. "Soyana" ist eine Art Wirtschaftskrimi, eine Detektivgeschichte, "Die vier Steine" die ich eigentlich seinerzeit mit den No Angels realsiseren wollte, eine klassische Phantasy-Geschichte, und "Wolfsschatten" eine Vampir/Wehrwolfstory.
Diese 3 völlig unterschiedlichen Stories sind aber so angelegt, daß sie sich überschneiden. Die Figuren bei "Soyana" treten irgendwann auch in "Die vier Steine" auf so wie umgekehrt. Die Stories verlaufen praktisch zeitlich parallel.

Im Zentrum steht hier ein sehr aufwendiger Zeitplan, in dem ich die einzelnen Handlungsstränge akribisch geplant habe. In der Senkrechten habe ich die Story geplant, in der Waagerechten die unterschiedlichen Location.

Zeitplan


So ergeben sich unterschiedliche Möglichkeiten, die Geschichten zu lesen.
Einmal klassisch, die jeweilige Story in der herkömmlichen Abfolge. Auf der Zeitschiene kann ich aber auch sehen, was zur gleichen Zeit in den verschiedenen Geschichten abläuft. Und ich kann drittens ablesen, was in den einzelnen Locations nacheinander geschieht.

Das Medium Cartoonband fällt für die Realisierung eines solchen Projektes aufgrund seiner Eindimensionalität also aus. Zur Zeit verdichten sich für mich die Ideen, diese Story multimedial zu präsentieren. So kann ich mir vorstellen, Teile der Geschichte in Ausstellungen zu präsentieren, andere vielleicht auf unterschiedlichen Hompages, die miteinander verlinkt dann die gesamte Geschichte ergeben.
Wie ein Detektiv muß der Leser dann die Teile recherchieren, bis sich ihm die gesamte Geschichte erschließt. Tut er das nicht, hat er immer noch einzelne Bruchstücke, die jedes für sich auch eine Story erzählen.

In der Diskussion um die Gracia-Zeichnungen im Forum kam dann noch eine weitere Idee auf. Warum nicht Teile der Story auch von anderen zeichnen lassen. Warum nicht die gleiche Story aus unterschiedlichen Sichtweiesn erzählen lassen. Verschiedene Fiktionen zu einer realen Person. Die Idee war verblüffend und faszinierend.

In einem anderen Forum habe ich die Idee mit Prof. Dr. Christian Beck diskutiert:

Diskussion
2.4.06 05:50


Gracia

Habe gerade eine Promotour mit Gracia abgeschlossen. Sie führte von NRW über Bremen, Bremerhaven, HH, Berlin, Weimar, Erfurt, Frankfurt zurück nach NRW. Die Funktion als Tourmanager ist mal was anderes, ist stressig, macht aber auch riesig Spaß :-)

Was mir für meine Arbeit wichtig ist, daß man mal am eigenen Leibe erfährt, wie eigentlich so ein Alltag aussieht. Es entmystifiziert auf der einen Seite das Business, zeigt aber auch viele Chancen und Qualitäten auf. Natürlich wird hier das landläufige Vorurteil bestätigt, daß alles sehr stark auf Fassade ausgerichtet ist, Stress, gutes Aussehen, Blitzlicht Lächeln. Doch da dies alle wissen, bildet sich da eine unausgesprochene Community.

Was mir natürlich am meisten Spaß gemacht hat ist, daß mich ja keiner richtig einzuordnen wußte. Irgendwie passe ich da ja wirklich nicht in die Schubladen, und irgendwie hat man ja auch keine Zeit, wirklich eine neue für mich einzurichten ;-) Und irgendwie hat ich auch keinen Bock, mich da einzusortieren lassen zu wollen.

Also war ich der Tourmanager, der ich ja eigentlich gar nicht war. Aber das paßt einfach am nächsten. Wie ein Schreiben, daß man im Ordner irgendwo abheftet, um es dann ganz sicher niemals wiederzufinden. Aber mich braucht man ja nicht zu finden, ich mache mich ja immer wieder bemerkbar.

Mit Gracia war es eine tolle Zeit. Sie ist ein sehr geradliniger Mensch, die hartnäckig um ihre Träume kämpft. Dabei aber sehr fair und ehrlich bleibt.

Ich habe mit ihr einmal darüber gesprochen, ihr eine eigene Storyline zu entwickeln. Sie war damit einverstanden, und wir haben auch schon erste Ideen entwickelt. Ihre Story würde sich sehr gut in den Gesamtrahmen integrieren lassen.

17.2.06 05:25


GzSz3000

In eine ?hnliche Richtung ging die Anfrage von Andreas Steffen, der in Berlin unter dem Titel "GzSz3000" eine Ausstellung zur 3000. Sendung der RTL-Soap "Gute Zeiten, schlechte Zeiten" plante.

Ausstellung GZSZ3000

Impressionen der Ausstellung

Als st?ndiger Grenzg?nger reizte mich die Aufgabe, ein solches Boulevard-Thema als Ansatzpunkt f?r eine k?nstlerische Arbeit zu machen. Die sehr deutsche Trennung zwischen E- und U-Kultur ist so l?cherlich, da? es eigentlich jeden Creativen in den Fingern jucken mu?, diese Grenze zu verwischen.

Hinzukam da? die Erz?hlweise der Soap eigentlich der der Cartoons sehr ?hnlich ist, die ich plane. Auch hier werden seperate Handlungsstr?nge entwickelt, die dann untereinander und miteinander verwoben werden und letztlich zu den einzelnen Serien geschnitten werden.

So habe ich mir f?r meine Arbeit vier Schauspieler ausgesucht (Yvonne Catterfeld, Natalie Alison, Daniel Fehlow, Rapha?l Vogt) und habe von Ihnen Portraits angefertigt. Jedes Bild an sich habe ich dann in jeweils 8 Einzelbilder unterteilt.



Diese Unterteilung entspricht der Arbeitsweise der Soap. Handlungststr?nge die die einzelne Person betreffen, werden in Einheiten unterteilt, die dann miteinander verkn?pft werden. So kann man die einzelnen Bildelemente zu den Portrits kombinieren, man k?nnte sie aber auch v?llig wild durcheinanderw?rfeln. Bei der Ausstellung habe ich einige der Elemente auf den Boden gelegt. Ich h?tte auch nichts dagegen gehabt, wenn jemand sie v?llig neu zusammengestellt hat, was nat?rlich niemand gemacht hat.

Dennoch steht ja jedes Teilbild nach wie vor in Zusammenhang zu den anderen 7.

Jedes Teilbild f?r sich ist formal ein eigenst?ndiges Bild, sucht aber doch nach der Komplettierung durch die anderen. Das ist die Arbeitsweise und das Erfolgsrezept der Soaps. Sie erregt die Aufmerksamkeit, befriedigt sie aber nicht
1.2.06 17:45


Vanessa S.



In meinem Kopf hatte sich die Idee festgesetzt, Stories mit realen Personen zu zeichnen. Aber nicht, wie es die Karikaturisten taten, die irgendwelche Promis ?berzeichneten und zum Affen machten. Vielmehr stellte ich es mir in der Art vor, wie Regisseure mit Schauspielern arbeiten.

Die Personen sollten m?glichst real gezeichnet werden, und man sollte der Arbeit auch ansehen, da? die Akteure auch wirklich mitgearbeitet haben. Also nicht nach irgendwelchen Fotos aus irgendwelchen Archiven gezeichnet waren.

Auch wollte ich ?hnlich wie beim Film die Rollen mit Ihnen absprechen.
Und es mu?ten nat?rlich Personen sein, die einen hohen Bekanntheitsgrad hatten. Wie sonst sollte sonst der Leser merken, da? es sich nicht im fiktive Figuren handelt.

Da ich schon seit einger Zeit ?ber meine Trickfilmt?tigkeit f?r TV und Musik gearbeitet hatte, fiel meine erste Wahl auch auf das Musikbusiness. Nach einigen unterschiedlichen Verhandlungen konkretisierten sich die Gespr?che mit Vanessa S. und ihrem Management.

Vanessa war damals in einer Umbruchphase. Die Vertr?ge mit RTL bez?glich "Deutschland sucht den Superstar" liefen gerade aus, weswegen wir mit unserer gemeinsamen Arbeit etwas abwarten mu?ten, bis hier alles neu geregelt war.

Und dann ging es los:

Interview mit Michael Strogies und Vanessa S. bei Comicgate


Die Storyline war relativ einfach gestrickt, ?hnlich der eines Spielfilmes. Allerdings waren in eine rein fiktive Geschichte biografische F?den eingestrickt. Das Ganze war zwar in die zwanziger Jahre verlegt, entsprach aber im Grunde den Dingen, die sich damals ?hnlich im Umfeld abgespielt haben. F?r die Zeichnungen haben wir Shootings organisiert. Auch wurde unser gemeinsames Umfeld mit einbezogen. Ihr Manager wurde von den Gangstern erschossen, Bekannte von mir mu?ten die Gangster "spielen" usw.

Hier ein paar Bilder:





29.1.06 20:02


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